Die Metropole Ruhr

Großstadtflair und ganz viel Grün

Eine Metropole hat sich von einer Industrie- zu einer Kulturregion entwickelt. Kulturevents, renaturierte Grünflächen und Erholungsgebiete, umgewandelte ehemalige Industrieanlagen, vielfältige Gastronomie und Freizeitwerte… wir berichten darüber, denn wir sind Zuhause in der Metropole Ruhr.

 

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Künstlerzeche - unser Fritz in Herne

Die Künstlerzeche "Unser Fritz" - von der Kohle zur Kunst: Ein Zeichen der lebendigen Industriekultur, ein Ort der Kunst, idyllisch am Rhein-Herne-Kanal gelegen. Ein Gebäude, welches 13 Künstler miteinander verbindet, denn hier haben sie ihr künstlerisches "Zuhause" gefunden. Dreizehn Ateliers finden in dem wunderschönen Gebäude ihren Platz, in denen unterschiedlichste Form der Kunst erschaffen wird. Die Kunst der Fotografie, der Zeichnungen, Bildhauerei, Malerei und die Kunst der Rauminstallation. Im Inneren bestimmen endlos hoch erscheinende weiße Wände, dunkle Böden und Stahl die Atmosphäre, welchen geistigen Platz für Raum und Gestaltung bietet. 

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Die Kaue der ehemaligen Zeche bietet einen perfekten Veranstaltungsrahmen, so finden auch die Künste des Tanzes und der Musik hier ihren Platz. Gemeinsame Ausstellungen der dort ansässigen und geladener Künstler sind beliebt erfreuen sich normalerweise vieler Besucher. Die aktuelle Pandemie hat es jedoch vorrübergehend ruhig werden lassen in der Zeche, doch in den Ateliers wird weiterhin großartige Kunst erschaffen.    

 

 

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MIR - das schönste Opernhaus im Revier

Vor 60 Jahren, am 15. Dezember 1959, wurde das "Neue Gelsenkirchener Theater" eröffnet. Es liegt im Herzen von Gelsenkirchen, wo sich die Lebensadern des Ruhrgebiets von Osten nach Westen und von Süden nach Norden queren. Der Entwurf von Architekt Werner Ruhnau stellte alles in den Schatten, was in dieser Zeit an Theatern gebaut wurde. Eine große Bühne und Platz für mehr als 1.000 Zuschauer, modernste Technik und ein riesiger, lichtdurchfluteter Zuschauerbereich. Ruhnaus demokratisches Konzept des offenen, gläsernen Foyers, der Sichtachse zur Stadt, der Verbindung von Architektur und Bildender Kunst als kultureller Mittelpunkt der Arbeiterstadt Gelsenkirchen war visionär - und ist es noch heute. 

 

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Werner Ruhnau hat wie im Bauhüttenwesen des Mittelalters alle Künste zusammengefasst, bildende Künstler integriert und ein Gesamtkunstwerk geschaffen. Die Menschen an Emscher und Ruhr lieben ihr MIR, wie sie es vertraut nennen. Weil dieses Bauwerk der Kunst dient und nicht selbstherrlich für sich steht. Und weil das MIR als einer der bedeutendsten Theaterbauten der Nachkriegszeit in Deutschland gilt "durch die hohe baukünstlerische Qualität, die gelungene Integration von Werken der bildenden Kunst."

 

 

 

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Landschaftspark Duisburg-Nord

Der Landschaftspark Duisburg-Nord, der kürzlich sein 25-jähriges Jubiläum feierte, hat sich in dieser Zeit vom ehemaligen Hüttenwerk, das der Roheisengewinnung diente, zu einem weit über die Grenzen des Ruhrgebiets bekannten Anlaufpunkt für Kultur, Erholung und Events gewandelt. Historische Bauwerke erinnern an die industrielle Vergangenheit und außergewöhnliche Naturszenarien bieten Gelegenheit zum Erforschen und Genießen. Seit Dezember 1996 können Besucher abends das Highlight des Landschaftsparks erleben. Dann taucht die Lichtinstallation des britischen Künstlers Jonathan Park das Hüttenwerk in ein faszinierendes Meer von Licht und Farbe. 

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Das volle Lichtprogramm ist jeden Freitag, Samstag, Sonntag, an Feiertagen und an den Vorabenden von Feiertagen zu sehen. Dann beleuchtet die Lichtinstallation auf etwa 15 Hektar die technischen Anlagen des stillgelegten Hüttenwerks im Kern des Landschaftsparks. Von Montag bis Donnerstags läuft ein Minimalprogramm, das sich auf die Beleuchtung der drei Schornsteine beschränkt. Das Hüttenwerk wird in den Farben Rot, Grün und Blau angestrahlt. An den Anlagen der einzelnen Anlagenteile: Grün steht für das Gas, Blau für Wasser und Rot für Feuer und Hitze. Bei genauem Hinsehen eröffnet sich in der Nacht die Industriegeschichte des ehemaligen Hüttenwerks auf spannende Art und Weise. 

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Mülheim-Saarn

"pottschwarz" - Leidenschaft für Kaffee

Das charmante Mülheim-Saarn punktet nicht nur mit dörflichem Charakter, sondern auch mit einer Vielzahl an einzigartigen Läden. Das Besondere, diese werden oftmals von ihren Inhabern persönlich geführt; individuelle Qualität und Beratung stehen an oberster Stelle. So auch bei Oliver Kraus, der ehemalige leitende Angestellte Deutschlands größter Fluggesellschaft, hat 2016 seinen Traum vom eigenen Coffeeshop und eigener Kaffeerösterei in die Realität umgesetzt.

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Im „pottschwarz“ dreht sich alles um die genussvolle Bohne. Ein modernes und zeitgleich gemütliches Ambiente erwartet Kaffeeliebhaber im schön gestalteten Ladenlokal. Ein geselliger Ort zum Plaudern und Verweilen, der sich rund um die Uhr vieler Gäste und natürlich vieler Kaffeegenießer erfreut. Hausgemachte Kuchen dürfen hier nicht fehlen und sind dort mittlerweile genauso gefragt, wie das selbst geröstete „braune Gold“. Dennoch klar im Mittelpunkt: die handgearbeitete Espressomaschine aus Amerika. Mit Stolz berichtet Oliver seinen Kunden: „Es ist eine von nur sechs Exemplaren in ganz Deutschland.“ Umgeben von aromatischen Röstdüften erfahren Kunden alles aus der Welt der Kaffeebohnen, feinste Mahlungen können probiert werden und verschiedenste Röstungen sind käuflich zu erwerben. Oliver Kraus berichtet uns von seinen besonderen Bohnensorten, die wenige Bitterstoffe enthalten, feinste Aromen hervorbringen und weltweit „fair“ angebaut, geerntet und gehandelt werden. Die absolute Leidenschaft für sein Metier ist der Garant für sein wachsendes Geschäftsmodell. Besonderes Alleinstellungsmerkmal ist die hauseigene Kaffeerösterei, welche sich nur einen Straßenzug weiter in der Düsseldorfer Straße befindet und das ganze Dorf regelmäßig mit Kaffeeröstaromen verzaubert. Der Umbau und die damit einhergehende Erweiterung des Cafés laufen ebenfalls in vollem Gange, um in Zukunft noch mehr Gäste empfangen zu können. Special Guests und weitere Highlights auf jeglicher Form von Veranstaltungen sind „Jürgen“ - eine 64’er Doppelkabine - oder „Hildegard“ in Form eines 63’er Westfalia Bremen II Anhängers. Dieses Gespann aus alten Zeiten steht zur Vermietung als mobile Coffeebar bereit. Der engagierte Unternehmer bietet zudem spannende Seminare rund um die Kaffeezubereitung an. In geselligen Kreisen vermittelt er sein Wissen, so dass auch Zuhause der Kaffee zum perfekten Genuss wird.

Wir freuen uns, Sie auch in unserer Immobiliengeschäftsstelle auf der Düsseldorfer Straße zu einem Kaffee „Röstung made by Oliver Kraus“ einzuladen. Unser Siebträger durfte sich einer intensiven Wartung durch Oliver erfreuen, genießen Sie mit uns das Ergebnis!   

pottschwarz, Lehner Str. 14, 45481 Mülheim

Öffnungszeiten:
Montag Ruhetag
Di – Fr 08.00 bis 19.00 Uhr
Sa 08.00 bis 18.00 Uhr und So 15.00 bis 18.00 Uhr

Essen-Kray

Alte Lohnhalle - Historie trifft auf Gastlichkeit

Was zeichnet das Ruhrgebiet aus? Geschichten  aus der Blütezeit der Kohle- und Stahlindustrie, Geschichten der Menschen, die vereint als Kumpel unter schweren Arbeitsbedingungen zum Wohlstand der Region beigetragen haben, ein heutiger Wandel in Form von lebendiger Industriekultur und mancherorts auch das „Unperfektbare“, auf überflüssiges „Make-UP“ zu verzichten.  Diese Aspekte miteinander zu verbinden, in einem historischen und denkmalgeschützten Gebäude in Essen-Kray ist den Eigentümern Anna Kruljac und Heinrich Huke in Form eines Hotels mit angeschlossener Gastronomie hervorragend gelungen.

Erbaut wurde das Gebäude 1906 in seiner Funktion als Lohnhalle für die Bergleute der Zeche Bonifacius.Die heutigen Hotelzimmer, jedes im individuellen Stil eingerichtet dienten früher als Badezimmer. Die Gäste des Hotels erleben heute das Privileg eines wunderbaren Schlafkomforts im Einzel-,  Doppel- oder Dreibettzimmer. Im Restaurant „Über Tage“ wird dem Gast u.a. eine „ehrliche“ Ruhrgebietsküche sowie ein tolles Frühstücksangebot präsentiert, in dem wunderschönen Ambiente der Lohnhalle oder an warmen Sommerabenden auf der neu eröffneten Außenterrasse.

www.alte-lohnhalle.de

Strukturwandel

Umbau des Emscher-Systems

Die Jahrhundertaufgabe, ein komplettes Gewässersystem mitten in einem der größten Ballungsräume Europas umzugestalten, geht einher mit der Metamorphose des Reviers vom Industriegebiet zu einer modernen Metropolregion. Zur Zeit der Industrialisierung übernahm die Emscher die Rolle der abwassertechnischen Hauptschlagader der Region von Dortmund bis Duisburg. Der Fluss als offener Schmutzwasserlauf, eingeengt in ein Korsett aus Beton, hat das Bild der Region im 20. Jahrhundert geprägt. Nun, wo sich auch das Ruhrgebiet wandelt, erhält auch die Emscher ein neues Gewand: Als eine bald vom Abwasser befreite und renaturierte Flusslandschaft symbolisiert sie das neue, moderne Revier. Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft den Emscher-Umbau um. In Zahlen drückt sich der Emscher-Umbau durch den Bau von mehr als 400 Kilometern an neuen unterirdischen Abwasserkanälen und die naturnahe Umgestaltung von 350 Kilometern an Uferlandschaften aus. Der Oberlauf der Emscher und ihre Nebenläufe in Dortmund sind bereits seit Anfang 2010 auf einer Länge von etwa 24 Kilometer komplett abwasserfrei – und heute weitestgehend bereits renaturiert, ebenso auch die früheren Emscher-Arme Alte Emscher und Kleine Emscher im Raum Duisburg.

Mehr erfahren Sie in unserer IMMAG Ausgabe 02/2019 oder über www.EGLV.de

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